Presseartikel aus dem Jahr 2011:

Rheinzeitung Samstag, 26.03.2011

Das Freibad hält sich über Wasser

Ehrenamt Der Förderverein vom „Arrastal“ in Alf macht das Bad fit für die Saison

Von unserer Redakteurin Birgit Pielen

Alf. 30 Jahre ist das Alfer Freibad „Arrastal“ alt – und hält sich tapfer über Wasser. Dank des unermüdlichen Einsatzes von vielen Ehrenamtlichen ist es vor dem sicheren Untergang bewahrt worden. Jetzt wird wieder geschrubbt, geschraubt und geschuftet, damit sich die Gäste bald erholen und erfrischen können.

Der Förderverein betreibt das Freibad

Fast 220 Mitglieder zählt der Förderverein Freibad „Arrastal“, 15 Euro pro Person und Jahr beträgt der Regelmitgliedsbeitrag. Der Verein führt und unterhält Bad und benachbarten Wohnmobilstellplatz auf Basis einer Vereinbarung mit der Gemeinde Alf. Letztere zahlt zum Beispiel pro Saison einen

 

Zum harten Kern der Helfer gehören (von links) Schwimmmeister Martin Wolter, Kioskpächterin Marion Welze und Fördervereins-Kassenwart Wolfgang Hönnicke. Spätestens am 30. April soll das Freibad geöffnet werden, bis dahin muss alles fertig sein.      Foto: Birgit Pielen/Rhein-Zeitung

Personalkostenzuschuss von 20000 Euro an den Verein. Der beschäftigt dafür den Schwimmmeister und bezahlt 3000 Euro Jahrespacht. Auch wegen der touristischen Bedeutung des Bades zahlen VG Zell und umliegende Gemeinden jährlich Zuschüsse zu den Betriebskosten an Alf. Die VG zahlt 10000 Euro, Bullay 2500 Euro, St Aldegund, Pünderich, Neef und die Stadt Zell je 1500 Euro. dad

Wolfgang Hönnicke vom Förderverein atmet nach einer ersten Inspektion auf: „Alles funktioniert noch, obwohl es alt ist.“ Doch er weiß auch: „Es ist alles noch sehr, sehr viel Arbeit.“ Und inmitten dieser Arbeit gibt es noch eine ganz große Unbekannte: die Wetterlage. Wie wird das Frühjahr, wie wird der Sommer werden? Fest steht: Spätestens am Samstag, 30. April, öffnet das Freibad in Alf. „Aber wenn es an Ostern, also eine Woche vorher, schon 25 Grad warm ist, machen wir natürlich auf“, sagt Hönnicke. Um die 20000 Besucher hatten sie jeweils in den vergangenen Jahren.

Hönnicke arbeitet gemeinsam mit Marion Welze, der neuen Kioskpächterin, und Schwimmmeister Martin Wolter fast jeden Tag auf dem Gelände. Die Bänke strahlen in frischem Weiß, der Kiosk hat neue Farbe, das Nichtschwimmerbecken ist geschrubbt. Im tiefen Becken dümpelt derweil noch Wasser vor sich hin. Es hat sich im Winter angesammelt und wird jetzt abgelassen. Zwei Tage dauert es, bis das 1500 Kubikmeter große Becken leer ist.

Immer wieder kommen über den Tag verteilt Helfer dazu. Die Beckenrinnen müssen noch sauber gemacht, der Rasen gemäht werden. Das Planschbecken braucht eine neue Folie.

Ganz neu sind die Fahnen, die auf dem Dach des Eingangs und der Umkleidekabinen wehen. Auf die ist Wolfgang Hönnicke besonders stolz. Sie sind ein Gruß an die Gäste, die das Schwimmbad im Sommer bevölkern: Deutsche natürlich, Holländer, Franzosen, Briten, Dänen und Belgier.

Sie dürfen sich im Sommer auch auf ganz besondere Veranstaltungen freuen. Schließlich will der Förderverein den 30. Geburtstag des Bades feucht-fröhlich feiern. Unter anderem wird es ein Mitternachtsschwimmen geben und ein Zeltlager für Jugendliche. Und das ist noch längst nicht alles. „Es sind noch viele Veranstaltungen in der Planung“, lässt Hönnicke wissen. Das Freibad ist für ihn wie für alle Mitglieder des Fördervereins eine Herzensangelegenheit. Fakt ist auch: Ohne ihre Beharrlichkeit wäre es längst untergegangen.

Infos im Internet unter www.freibad-alf.de