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Es zischt und spritzt, der Hochdruckreiniger brummt, schwarze Brühe ergießt sich in einen Abfluss nahe dem Nichtschwimmerbecken: Winterdreck: Er klebt an Aluleitern, die Wolfgang Hönnicke an den Beckenrand schiebt, Martin Wolter hält die Wasser speiende Reinigungspistole drauf. Wolter ist Schwimmmeister des Freibads Arrastal. In einer Arbeitspause sagt er: „Entgegen anderslautenden Gerüchten öffnet das Freibad Arrastal auch in diesem Jahr wieder.“
Manchmal rätseln er und Hönnicke, Kassierer des Fördervereins Freibad Arrastal, wie Schließungsgerüchte entstehen. 20 000 Besucher strömten im vergangenen Jahr ins Bad. Der Plan war immer, den Betrieb auch in diesem Frühjahr fortzusetzen. Es soll sogar eine Neuerung geben, erzählt Hönnicke: „Wir wollen einen Kraken fürs Nichtschwimmerbecken – ähnlich wie im Moselbad Cochem.“ 1500 Euro wird das Spielgerät wohl kosten. Um das Geld aufzutreiben, hat der Förderverein, Betreiber des Bades (siehe Kasten), eine Spendenaktion initiiert.
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Hintergrund
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Kostenverteilung ist klar geregelt
Rund 220 Mitglieder zählt der Förderverein Arrastal, 15 Euro pro Person und Jahr beträgt der Regel-Mitgliederbeitrag. Der Verein führt und unterhält Bad und benachbarten Wohnmobilstellplatz auf Basis einer Vereinbarung mit der Gemeinde Alf. Letztere zahlt zum Beispiel pro Saison einen Personalkostenzuschuss von 20 000 Euro an den Verein. Der beschäftigt dafür den Schwimmmeister und bezahlt 3000 Euro Jahrespacht. Auch wegen der touristischen Bedeutung des Bades zahlen VG Zell und umliegende Gemeinden jährlich Zuschüsse zu den Betriebskosten an Alf. Die VG zahlt 10 000 Euro, Bullay 2500 Euro, St. Aldegund, Pünderich, Neef und die Stadt Zell je 1500 Euro. (dad)
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Ohne dessen rührige Mitglieder wäre das Freibad Arrastal in der Tat im Jahr 2002 dichtgemacht worden. Grund: Becken und Technik des 29 Jahre alten Bades waren und sind völlig überaltert. Der Alfer Ortsbürgermeister Peter Mittler sagt: „Es ist erstaunlich, dass die Folien in den Becken das Wasser überhaupt noch halten.“ Doch für die nötigen Sanierungsarbeiten fehlte – das ist im Arrastal kaum anders als in den anderen Freibädern – das Geld. Dabei hatte Landesminister Karl Peter Bruch im Jahr 2006, zum 25. Geburtstag des Bades, schon Fördergelder aus Mainz in Aussicht gestellt, wenn es den umliegenden Gemeinden gelänge, den Restbetrag gemeinsam zu stemmen. Das gelang nicht. Zwei Millionen Euro sollte die Grundsanierung kosten, lautete damals eine Schätzung.
Grundproblem dabei: „Es gab nie eine verbindliche Kostenermittlung“, sagt Karl Heinz Simon, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zell. So ein Kostenvoranschlag kostet eben auch schon Geld. Kürzlich hat Simon noch einmal mit der Fördervereinsvorsitzenden Mechthild Esser und dem Alfer Ortsbürgermeister Peter Mittler über das Sanierungsproblem gesprochen. Mittler, vor seinem Ruhestand beim Bauamt der Stadt Cochem beschäftigt, will alte Kontakte nutzen, um einen verbindlichen Kostenvoranschlag zu bekommen.
Derweil erschließt der Förderverein Freibad Arrastal, unterstützt von der Stiftung Lotto Rheinland-Pfalz, erfolgreich neue Geldquellen für seine Arbeit: Für ein Benefizkonzert am 16. Oktober, 20 Uhr, zugunsten des vor allem auch bei Touristen beliebten Bades werden die Mainzer Hofsänger in die Zeller Schwarze-Katz-Halle kommen. Wolfgang Hönnicke ist sich sicher: „Das wird für uns eine Topsache.“ David Ditzer
Öffnungszeiten und Eintrittspreise unter www.freibad-alf.de
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