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Der Verbandsgemeinderat Zell hat sich für eine Beteiligung an den Kosten ausgesprochen. Deshalb soll ein Zweckverband unter Einbindung der Moselgemeinden Pünderich, Briedel, Zell, Bullay, Alf, St. Aldegund und Neef gegründet werden. Die Kostenbeteiligung ist in einem Verteilerschlüssel geregelt. Neef hat angesichts seiner Kassenlage bereits abgewinkt. Alf, Bullay und St. Aldegund haben Bereitschaft signalisiert, sich zu beteiligen. Die endgültige Entscheidung ist aber noch offen.
Reihum klamme Kassen
Die Bürgermeister der übrigen Gemeinden tun sich schwer mit dem Bad. „Ich befürworte unsere Beteiligung wegen der touristischen Bedeutung des Freibads“, sagt etwa Briedels Ortsbürgermeister Bernhard Mathis. „Doch die Mehrheit im Rat sieht es unter den derzeitigen haushaltspolitischen Gegebenheiten anders.“ Ähnlich geht es auch seinen anderen Ortsbürgermeisterkollegen.
„Es ist verdammt schwer, das zu stemmen. Und wir können in Mainz keinen Zuschussantrag stellen, solange wir uns vor Ort nicht einig sind. Wir müssen hier erst mal unsere Hausaufgaben machen“, sagt Verbandsgemeinde-Chef Karl Heinz Simon. Für März ist ein Treffen aller Ortsgemeinderäte und des Verbandsgemeinderats sowie des Ingenieurbüros geplant, bei der die Sanierung vorgestellt und die gemeinsame Finanzierung beraten werden soll. Vielleicht kommen dann doch noch alle an einen Tisch, um gemeinsam die Zukunft des Bades festzuklopfen. Doch so richtig optimistisch ist Simon nicht. „Die Stimmung ist da nach wie vor sehr verhalten.“
Dass das Bad überhaupt noch betrieben wird, ist vor allem dem rühigen Förderverein zu verdanken, der die Anlage in Schuss hält und sich im Sommer um den täglichen Betrieb kümmert. Weitere Garanten sind die Verbandsgemeinde Zell sowie Pünderich, Stadt Zell, Bullay, Alf, St. Aldegund und Neef, die mit Zuschüssen die jährlichen Unterhaltungskosten von rund 50000 Euro tragen. Die Vereinbarung dieser Kostenbeteiligung läuft in diesem Jahr aus. Laut Alfer Ortsbürgermeisterin und Vorsitzender des Fördervereins, Mechthilde Esser, wollen diese Orte weiter zahlen.
Bangen um die alte Technik
Die Mitglieder des Fördervereins sind jedenfalls hoch motiviert und werden um den Fortbestand kämpfen. „Solange wir das Bad unter den derzeitigen Gegebenheiten betreiben können, machen wir weiter. Ich hoffe nur, dass die alte Technik nicht versagt“, gibt sich die Vorsitzende kämpferisch. „Jahr für Jahr werden Millionen Steuergelder verschwendet und da, wo es lohnenswert wäre, passiert nix. Da können wir nur den Kopf schütteln“, ärgert sich Vorstandsmitglied Wolfgang Hönnicke.
Derzeit sind die Fördervereinsmitglieder mit Instandsetzungs- und Säuberungsarbeiten beschäftigt. Sie hoffen auf einen besseren Sommer als im vergangenen Jahr. Am 1. Mai soll die neue Badesaison starten. Besuchten 2006 noch mehr als 20000 Gäste das Bad, waren es 2007 wegen des Wetters nur knapp 14000. Rekordbesuch verzeichnete das Bad im Jahrhundertsommer 2003 mit mehr als 40000 Gästen. Um die Attraktivität des Bades weiter zu steigern, sind viele Aktionen geplant. So wird es Geschenkgutscheine für Kommunionkinder und den Spielenachmittag als Teil der Ferienfreizeit geben. Auch gibt es Musik, eine Modenschau und das beliebte Mitternachtsschwimmen mit Livemusik.
„Zwecks Förderung der touristischen Infrastruktur müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, das Alfer Freibad am Leben zu halten“, betont Fördermitglied Gitte Gesthüsen. (jo/hu)
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