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spannung ins Gesicht geschrieben.
"Immerhin wird von seiner Entscheidung das Wohl oder Wehe des
sanierungsbedürftigen Freibades abhängen abhängen. Für uns steht
viel auf dem Spiel", gestand sie. Seit Jahren kämpft das Freibad
ums Überleben. Becken, Überlauf und Fliesen sowie die Wärmepumpen
und die Filteranlagen bedürfen einer dringenden Sanierung. Die
Gemeinde kann die ungefähren Kosten von rund zwei Millionen Euro
nicht tragen.
2002 stand die 1981 in Betrieb
genommene Freizeitanlage faktisch vor dem Aus. Ein eigens
gegründeter Förderverein konnte dank seiner rührigen Mitglieder
und der Solidarität einiger Moselgemeinden und der
Verbandsgemeinde den Fortbestand des Bades sichern. Dennoch kann
die dringend notwendige Sanierung nicht auf die lange Bank
geschoben werden, und ohne einen kräftigen Zuschuss aus Mainz ist
die Maßnahme nicht zu realisieren.
"Eine herrlich gelegene und überaus
gepflegte Anlage. Die muss erhalten werden. Wir müssen nur einen
Weg finden, wie wir die Sanierung hinbekommen", gab der Minister
nach seinem ersten Eindruck und sehr zur Freude der Anwesenden zu
verstehen.
"Wenn auf der Basis einer
interkommunalen Kooperation die Finanzierung auf breite Schultern
gestellt werden kann, sage ich eine Bewilligung zu, die erheblich
über dem normalen Mittel von 40 Prozent liegt", sagte Bruch.
Da sich neben der Ortsgemeinde Alf
bereits die Verbandsgemeinde und die Moselgemeinden Pünderich,
Bullay, Neef, St. Aldegund und die Stadt Zell an den jährlichen
Unterhaltungskosten des Bades von etwa 50.000 Euro beteiligen,
sind nun die Räte gefragt, ob sie kooperieren und die Kosten
mittragen oder nicht. Bürgermeister Karl-Heinz Simon führte aus,
dass bei positiver Entscheidung ein Zweckverband gegründet wird,
der den laufenden Betrieb dem Förderverein überträgt. Bullays
Ortsbürgermeister Matthias Müller sagte spontan die Unterstützung
seiner Gemeinde zu.
Ferner gab man sich zuversichtlich,
auch die Gemeinde Briedel mit ins Boot zu bekommen. Die
Anwesenheit von Ortsbürgermeister Bernhard Mathis werteten die
anwesenden Kollegen als positives Zeichen. Auf die Frage an den
Minister, wann mit den öffentlichen Geldern zu rechnen sei, sagte
er: "Wenn alle Voraussetzungen erfüllt und die Planungen
vorliegen, sofort. Die Sanierung könnte zur neuen Badesaison
abgeschlossen sein."
Die Dringlichkeit
hat auch Bürgermeister Simon erkannt. Die geplante
Besichtigungsfahrt zum Naturbad Idar-Oberstein in dieser Woche
wird er absagen und stattdessen eine Klausurtagung ansetzen. Hier
soll die weitere Vorgehensweise erörtert und eine
Entscheidungsvorlage für die Parlamente erarbeitet werden. Die
alternative Möglichkeit eines Naturbades hat man auf Empfehlung
des Minister ad acta gelegt. "An die Wasserqualität eines
Naturbades werden sehr hohe Anforderungen gestellt. Zudem dürfte
das Platzangebot hier für die Anlegung eines solchen Bades nicht
ausreichen", betonte Bruch.
ca/bre |