Presseartikel aus dem Jahr 2006:

Rheinzeitung Montag, 21.08.2006

Dringlichkeit erkannt.....

Innenminister Bruch sagt Fördermittel für die Sanierung des Alfer Freibades zu

ALF. (hu) Der Fortbestand des Alfer Freibades scheint nach dem jüngsten Besuch von Innenminister Karl-Peter Bruch gesichert. Auf der Basis interkommunaler Zusammen- arbeit und mit Mainzer Fördergeldern sollen die Sanierungskosten von rund zwei Millionen Euro geschultert werden.

Voller Erwartung sahen der Rat der Gemeinde Alf und zahlreiche Mitglieder des Fördervereins "Freibad Arrastal" der Ankunft des rheinland-pfälzischen Innen-ministers Karl-Peter Bruch entge-gen. Auch der Ortsbürgermeis-terin Mechthilde Esser, die zugleich  erste  Vorsitzende  des Fördervereins  ist,  stand die An-

 

Die Freude stand den Anwesenden ins Gesicht geschrieben, als Innenminister Karl-Peter Bruch unter bestimmten Voraussetzungen Mainzer Fördermittel für die Sanierung des Alfer Freibades zusagte. Foto: Hans Uhrmacher

spannung ins Gesicht geschrieben. "Immerhin wird von seiner Entscheidung das Wohl oder Wehe des sanierungsbedürftigen Freibades abhängen abhängen. Für uns steht viel auf dem Spiel", gestand sie. Seit Jahren kämpft das Freibad ums Überleben. Becken, Überlauf und Fliesen sowie die Wärmepumpen und die Filteranlagen bedürfen einer dringenden Sanierung. Die Gemeinde kann die ungefähren Kosten von rund zwei Millionen Euro nicht tragen.

2002 stand die 1981 in Betrieb genommene Freizeitanlage faktisch vor dem Aus. Ein eigens gegründeter Förderverein konnte dank seiner rührigen Mitglieder und der Solidarität einiger Moselgemeinden und der Verbandsgemeinde den Fortbestand des Bades sichern. Dennoch kann die dringend notwendige Sanierung nicht auf die lange Bank geschoben werden, und ohne einen kräftigen Zuschuss aus Mainz ist die Maßnahme nicht zu realisieren.

"Eine herrlich gelegene und überaus gepflegte Anlage. Die muss erhalten werden. Wir müssen nur einen Weg finden, wie wir die Sanierung hinbekommen", gab der Minister nach seinem ersten Eindruck und sehr zur Freude der Anwesenden zu verstehen.

"Wenn auf der Basis einer interkommunalen Kooperation die Finanzierung auf breite Schultern gestellt werden kann, sage ich eine Bewilligung zu, die erheblich über dem normalen Mittel von 40 Prozent liegt", sagte Bruch.

Da sich neben der Ortsgemeinde Alf bereits die Verbandsgemeinde und die Moselgemeinden Pünderich, Bullay, Neef, St. Aldegund und die Stadt Zell an den jährlichen Unterhaltungskosten des Bades von etwa 50.000 Euro beteiligen, sind nun die Räte gefragt, ob sie kooperieren und die Kosten mittragen oder nicht. Bürgermeister Karl-Heinz Simon führte aus, dass bei positiver Entscheidung ein Zweckverband gegründet wird, der den laufenden Betrieb dem Förderverein überträgt. Bullays Ortsbürgermeister Matthias Müller sagte spontan die Unterstützung seiner Gemeinde zu.

Ferner gab man sich zuversichtlich, auch die Gemeinde Briedel mit ins Boot zu bekommen. Die Anwesenheit von Ortsbürgermeister Bernhard Mathis werteten die anwesenden Kollegen als positives Zeichen. Auf die Frage an den Minister, wann mit den öffentlichen Geldern zu rechnen sei, sagte er: "Wenn alle Voraussetzungen erfüllt und die Planungen vorliegen, sofort. Die Sanierung könnte zur neuen Badesaison abgeschlossen sein."

Die Dringlichkeit hat auch Bürgermeister Simon erkannt. Die geplante Besichtigungsfahrt zum Naturbad Idar-Oberstein in dieser Woche wird er absagen und stattdessen eine Klausurtagung ansetzen. Hier soll die weitere Vorgehensweise erörtert und eine Entscheidungsvorlage für die Parlamente erarbeitet werden. Die alternative Möglichkeit eines Naturbades hat man auf Empfehlung des Minister ad acta gelegt. "An die Wasserqualität eines Naturbades werden sehr hohe Anforderungen gestellt. Zudem dürfte das Platzangebot hier für die Anlegung eines solchen Bades nicht ausreichen", betonte Bruch. ca/bre

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