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Die Skeptiker hegten vor 25 Jahren
zunächst nur Bedenken am Standort. "Wie kann man da ein Schwimmbad
hinbauen, da scheint ja keine Sonne", war ein viel zitierter Satz.
Immer mehr Besucher
Die Akzeptanz des Bades und die
Besucherzahlen nahmen im Laufe der Jahre jedoch stetig zu. Das Bad
hat sich zu einer festen Institution im Zeller Land entwickelt.
Das Einzugsgebiet reicht weit über die Grenzen der
Verbandsgemeinde Zell hinaus. Die durchschnittlich 20.000 Besucher
pro Jahr sprechen für sich. Im Jahrhundertsommer des Jahres 2003
zählte das Bad sogar weit über 40.000 Gäste.
Obwohl die Besucherzahlen konstant
blieben, ist der Betrieb des Freibades in Frage gestellt. Die
Steuerquellen der Gemeinde Alf sind inzwischen versiegt. Die
Gemeinde kann die alleinigen Unterhaltskosten des Bades nicht mehr
schultern und die fällige Sanierung von 1,6 Millionen Euro schon
gar nicht. So stand 2002 die Anlage kurz vor der Schließung.
Beherzte Alfer Bürger wie Marion Stone und Heike Steffens
starteten eine Initiative zum Erhalt des Bades und gründeten einen
Förderverein. Ohne die ehrenamtlichen Arbeitseinsätze der
Mitglieder des Fördervereins hätte das Bad schon geschlossen
werden müssen. Die Unterhaltungskosten des Bades konnten so
minimiert werden. Seit 2004 betreibt der Förderverein das Freibad
in Eigenregie.
Neben der Ortsgemeinde beteiligen
sich in einer Solidaraktion die Verbandsgemeinde und die
Moselgemeinden Pünderich, Bullay, Neef, St. Aldegund und die Stadt
Zell an den jährlichen Unterhaltungskosten, die sich um die 50.000
Euro bewegen.
Sanierung steht an
Dennoch steht eine Sanierung in
naher Zukunft an. Die Becken müssen überarbeitet und die Technik
auf den neuesten Stand gebracht werden. "Es liegt auf der Hand,
dass wir als kleine Gemeinde die Kosten nicht mehr tragen können.
Daher kann eine Sanierung erst dann erfolgen, wenn geklärt ist,
wer die Investitionskosten mit übernimmt", sagt
Ortsbürgermeisterin Mechthilde Esser bei der Jubiläumsfeier. Sie
appellierte an die anwesenden Vertreter des Landtages und der
Kommunen, sich für den Erhalt des Alfer Freibades stark zu machen.
"Es geht nicht darum, ein neues
Schwimmbad zu bauen, sondern ein bestehendes zu erhalten", betonte
sie.
Alternativ wird diskutiert, das
bestehende Bad in ein Naturerlebnisbad umzubauen. Auch hier ist
mit Kosten von 900.000 Euro zu rechnen.
Die vielen Badegäste kamen an dem
hochsommerlichen Jubiläumstag jedenfalls voll auf ihre Kosten. Bei
Sport, Spiel und jeder Menge Spaß vergnügten sich Groß und Klein
bis in den späten Abend im nassen Element. Der Musikverein Alf und
ein Diskjockey sorgten für die musikalische Umrahmung.
Hans Uhrmacher.
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