Presseartikel aus dem Jahr 2005:

Rheinzeitung Samstag, 03.12.2005

Alfer Freibad bald vor dem Aus ?

Vorstand des Fördervereins beklagt fehlende Unterstützung durch Mitglieder und Bevölkerung.

Es war ein Modellprojekt: Der drohenden Schließung ihres Freibades begegneten die Alfer im Mai 2002 mit der Gründung eines Fördervereins, der die Trägerschaft übernahm. Doch jetzt scheint auch diese Lösung kaum noch tragfähig.

Alf. Die Enttäuschung stand dem Vorstand des Fördervereines "Freibad Arrastal" auf der jüngsten Jahres-hauptversammlung ins Gesicht geschrie-ben. Gerade mal 1 Mitglied aus Alf hatte sich neben Ortsbürgermeisterin Mecht-hilde Esser zur Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus eingefunden. Ent-täuscht äußerte sich die erste Vorsit-zende Marion Stone daher über den mangelnden Rückhalt in der Bevölkerung und auch den Gremien der Gemeinde. "Die jährliche Herstellung der Betriebs-bereitschaft des Bades ist nur dem Engagement einiger weniger Vereins-mitglieder zu verdanken. Die anfallende Arbeit kann von den wenigen Helfern in Zukunft nicht mehr geschultert werden", beklagte die Vorsitzende die fehlende Unterstützung durch die Mitglieder.

 

Muss das Alfer Freibad bald geschlossen werden, weil sich kein Betreiber mehr findet und sich die Gemeinde die notwendige Sanierung nicht leisten kann ? Der Vorstand des Fördervereins fühlt sich alleine gelassen und fürchtet, sich die Betreibergeschäfte in naher Zukunft nicht mehr leisten zu können. Foto: Hans Uhrmacher

Dass ein Verein ein Bad erfolgreich führen kann, belegte anschließend der Kassenbericht. "Während  unsere Nachbarbäder  rote Zahlen schreiben, kann der Förderverein, auch nach einem zweiten, mäßigen Badesommer, ein ausgeglichenes Ergebnis vorweisen", vermeldete die Kassiererin nicht ohne Stolz. "Dennoch", so betonte sie, "sei eine Rücklagenbildung zur notwendigen Sanierung des Bades nicht möglich. Der technische Zustand der Anlage ist veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Das Bad kann nur noch mit einem erhöhten Aufwand betriebsbereit geführt werden", erklärte sie weiter.

Nach Ansicht des Vorstandes ist und bleibt das Freibad Alf eine unverzichtbare Stütze für den lokalen Fremdenverkehr. Von daher erwartet der Vorstand gerade aus dieser Branche - sowohl in Alf als auch den Nachbargemeinden - mehr Unterstützung in Form einer Mitgliedschaft. Auch das nur zwei von 13 Ratsmitgliedern dem Förderverein angehören, wertete der Vorstand als mangelndes Interesse am Fortbestand des Freibades. "Ein  Förderverein ohne Rückhalt  in der  Bevölkerung und seiner Mitglieder

 

macht keinen  Sinn und wirkt  demo-tivierend auf die wenigen  noch verbliebenen Helfer", stellte Marion Stone mit einem Hauch Resignation fest. "Unter diesen Umständen kann ich der Ortsgemeinde nur die Schließung des Bades empfehlen", ergänzte sie.

Dieser insgesamt mangelnde Rückhalt veranlasste den amtierenden Vorstand, sich nicht mehr für eine Neuwahl zur Verfügung zu stellen. Da sich aus der Versammlung jedoch keine Personen zur Bildung eines neuen Vorstandes fanden, sah sich der amtierende Vorstand gezwungen, zur Erfüllung des Betreibervertrages die Vereinsgeschäfte weiterzuführen. Hans Uhrmacher

Die Enttäuschung steht dem Vorstand des Fördervereins bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung förmlich ins Gesicht geschrieben. Foto: Rudolf Lawen

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