Presseartikel aus dem Jahr 2005:

Rheinzeitung Dienstag, 19.04.2005

Einigkeit macht die Bäder stark

Ab Pfingsten gemeinsame Zehnerkarten für die Freibäder im Kreis – Kooperation auch in anderen Bereichen spart Kosten.

Gemeinsamkeit macht stark. Und spart auch Kosten. Diese Erfahrung machen die Hallen- und Freibäder im Kreis. Seit einiger Zeit kooperieren sie und nutzen Synergie-effekte. Ein Ergebnis: Ab Pfingsten gibt es eine gemeinsame Eintrittskarte für alle Freibäder.

COCHEM-ZELL. Sechs Bäder gibt es im Kreis. Und oft war deren Arbeit von Konkurrenz geprägt. Doch dies soll nun anders werden: Zusammenarbeit ist angesagt. Und erste Erfolge stellen sich schon ein. "Wir wollen Synergieeffekte nutzen", betont Bernd Schuwerack, der Geschäftsführer der Freizeitzentrum Cochem GmbH. Im Rahmen eines Konsolidierungskonzeptes für das  Cochemer Moselbad war die Idee einer stärkeren  Kooperation mit den  Cochem-

 

Stolz präsentiert Bernd Schuwerack, der Geschäftsführer der Freizeitzentrum Cochem GmbH, ein Exemplar der neuen Zehnerkarte, die ab Pfingsten für alle Freibäder im Kreis gültig ist. Foto: Jens Weber

Zeller Bädern entstanden. „Gemeinsam können wir mehr erreichen und schaffen auch gegenseitige Vorteile“, ist sich Schuwerack sicher. Die Idee fand schnell Anklang bei den Betreibern der anderen Einrichtungen. In Gesprächsrunden wurden die Möglichkeiten abgeklärt, wie eine solche Zusammenarbeit aussehen könnte. Und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. So wird es ab der neuen Freibadsaison eine gemeinsame Eintrittskarte für alle fünf Freibader im Kreis Cochem-Zell geben, den sogenannten „WieSoPass“, den Anfangsbuchstaben von „Wiesen-Sonnen-Spass“ entlehnt. Für 24 Euro können die Besucher eine Zehner-Karte erwerben, die dann in allen Freibädern des Kreises gültig ist. Zwei Jahre lang. Für Kinder ab sechs Jahre wird sie zwölf Euro kosten. „Hier können nun die Gäste wählen, welches Bad sie besuchen, sie zahlen einen einheitlichen Preis“, freut sich Bernd Schuwerack. Oder sie können variieren zwischen den einzelnen Freibädern in Cochem, Treis-Karden, Alf, Bad Bertrich und Ellenz-Poltersdorf. Und noch etwas: Die neue Freibadsaison beginnt in diesem Jahr an einem einheitlichen Termin, dem 14. Mai, dem Pfingstsamstag. Doch nicht nur hier zeigt die neue Kooperation Erfolge. Auch bei den Kosten, in allen Bädern ein leidiges Thema, konnten erste Sparvorteile erreicht werden. So bildeten die sechs Bäder einen Einkaufsverbund und konnten so bereits jetzt bis zu 40 Prozent bei den Einkaufskosten bei den Wasseraufbereitungs- und Reinigungsmitteln senken. Dies macht bei den einzelnen Bädern schon einige 1000 Euro aus. Schuwerack: „Das ist ein großer Erfolg, den wir hier erreicht haben.“ Und auch die Werbung wird künftig gemeinsam in Angriff genommen. „Unser Ziel ist es, die Besucher in unserem Kreis auf alle Bäder von Treis –Karden bis Zell aufmerksam zu machen“, betont der Geschäftsführer des Cochemer Moselbades. Erste Schritte, die zeigen, dass der neue gemeinsame Weg erfolgversprechend und sinnvoll ist. Doch auch in anderen Bereichen wollen die sechs Bäder nun verstärkt kooperieren. Angedacht in ein Mitarbeiterpool, wo beispielsweise bei Engpässen Mitarbeiter auch in anderen Bädern eingesetzt werden können oder aber Fachleute wie Techniker von mehreren Bädern gemeinsam beschäftigt werden. Personalmanagement, das später mal auch den Verwaltungsbereich umfassen könnte, wie Bernd Schuwerack hervorhebt. Die bisherigen Erfolge jedenfalls haben den Bädern gezeigt, dass Kooperation durchaus sinnvoll sein kann und dass Gemeinsamkeit stark macht. Dieter Junker

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