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bau der beliebten Freizeitanlage. Die zur
Vertragsreife gediehene Idee: In den Wintermonaten wird das
beheizbare Schwimmbecken als Fischteich für die Aufzucht
wertvoller japanischer Kois genutzt. Erste Kontaktaufnahmen mit
einem Investor liefen unter dem Siegel der Verschwiegenheit.
Ortsbürgermeisterin Mechthilde Esser, selbst stolze Besitzerin
dieser teuren Fische: „Wir wollten erst in die Öffentlichkeit,
wenn alles unter Dach und Fach ist“. Und alle Beteiligten hielten
dicht, bis jetzt am Beckenrand die Verträge unterzeichnet wurden.
Geschäftspartner des Fördervereins ist Herr Quoc Hue Luu, im
Hauptberuf Inhaber des Restaurants „Lotus“ in Zell und
leidenschaftlicher Koi-Züchter. Ein Chinese als Liebhaber
japanischer Kois? „Ich betreibe mein Hobby auch im Sinne der
Völkerverständigung“, erläuterte der Zierfisch-Fachmann und nannte
Einzelheiten des Projektes. Danach kommen die Setzlinge Anfang
Oktober per Luftfracht auf dem Hahn an. Ein Spezialtransporter
bring die Jungtiere nach Alf. Dort sollen 1000 Jungfische in 10
000 Liter Wasser ausgesetzt werden, das auf etwa 15 Grad erwärmt
wird. „Hier sind optimale Bedingungen, zumal es keine direkte
Sonneneinstrahlung gibt. Das wirkt sich positiv auf die
Farbpigmentierung der Kois aus“, freut sich der Züchter jetzt
schon auf kräftig zunehmenden Nachwuchs, der Ende März bei einer
Versteigerung in Frankfurt satte Gewinne einfahren soll. Und davon
profitiert dann auch der Förderverein, der mit dem Erlös weiter
ins Alfer Schwimmbad investiert. Vorsitzende Marion Stone bei der
Vertragsunterzeichnung kurz vor dem 1. April: „Selbstverständlich
wird das Wasser vor der nächsten Badesaison komplett
ausgetauscht“. Thomas Schulte |