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meinde, das Freibad im Arrastal zu schließen. Diese
Investitionen wie auch das jährliche Defizit von rund 40 000 Euro
überstiegen die Finanzkraft der Moselgemeinde. Doch gegen die
drohende Schließung wandten sich viele Bürgerinnen und Bürger und
sammelten Unterschriften. Nicht nur in Alf, sondern auch in den
Nachbargemeinden. Bereits im Mai gründete sich ein Förderverein.
Und der beließ es nicht beim Klagen und Protestieren, sondern
griff der Kommune tatkräftig und engagiert unter die Arme.
Putzkolonnen rückten an, Helfer für den Badebetrieb wurden
gestellt. Mehrere Mitglieder des Fördervereins machten eine
Ausbildung zum Rettungsschwimmer. „Ohne die Hilfe des
Fördervereins hätten wir in dem heißen Sommer im vergangen Jahr
nicht das Bad so lange aufhalten können“, betont Bürgermeisterin
Esser. Und dabei entstand die Idee im Förderverein, die
Trägerschaft für das Bad ganz zu übernehmen. Eine Idee, die nun
nach Verhandlungen mit der Verbandsgemeinde, den umliegenden
Kommunen und der eigenen Gemeinde Realität wird. „Zu diesem Mut
kann man dem Förderverein nur gratulieren“, meinte
VG-Bürgermeister Karl Heinz Simon. Dies sei ein äußert positives
Beispiel einer Eigeninitiative. Und Landrat Eckhard Huwer betonte
angesichts der großen Verantwortung und des nicht unerheblichen
finanziellen Risikos, die der Verein damit übernimmt: „Hier wird
deutlich, wie wichtig für jede Gemeinde ehrenamtliches Engagement
ist“. Damit dieses finanzielle Risiko nicht ganz so groß wird,
greifen die Kommunen dem Verein ein wenig unter die Arme. Neef,
Pünderich, St. Aldegund, Bullay, Alf sowie die Stadt und
Verbandsgemeinde Zell beteiligen sich mit einem jährlichen
Festbetrag an den Kosten des Freibades. Und bei der Feierstunde im
Alfer Pfarrheim, die vom Musikverein Alf musikalisch umrahmt
wurde, gab es zudem eine Spende der Raiffeisenbank Zeller Land.
Also ein gelungener Start für ein beispielhaftes Projekt. Dennoch
bleibt eine Klippe, die noch umschifft werden muss. Demnächst
stehen Sanierungskosten von rund einer Million Euro an. Doch da
sind sich die Vereinsvorsitzende Marion Stone, Die Bürgermeisterin
Mechthilde Esser und VG-Chef Karl Heinz Simon sicher: „Das
schaffen wir auch noch“. Angesichts von soviel Zuversicht meinte
denn auch CDU-Landtagsabgeordneter Herbert Jullien: „Auf dieses
tolle Engagement können die Moselgemeinden zu Recht stolz sein“.
Dieter Junker |