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Im Rahmen einer Feierstunde wurden in der
Bürgerhalle Mittelstrimmig ehrenamtlich tätige Bürger aus dem
Zeller Land für ihr besonderes Engagement zum Wohle der
Allgemeinheit mit dem Ehrenamtsförderpreis der Verbandsgemeinde
ausgezeichnet.
Mittelstrimmig: “Ehrenamtliches
Engagement ist eine kostbare Ressource, die von Politik und
Gesellschaft nicht hoch genug geschätzt werden kann und daher
unser aller Anerkennung erfahren sollte“, betonte Bürgermeister
Karl Heinz Simon zu Beginn seiner Festansprache. Er bezeichnete
den ehrenamtlichen Einsatz, als eine Art „Kitt“ , der angesichts
nachlassender Bindungskräfte in der Familie die Gesellschaft
zusammen hält.
Im Jahr 2001 hat die
Verbandsgemeinde Zell den Ehrenamtsförderpreis ins Leben gerufen.
Mit dem Preis soll die Bedeutung des Ehrenamtes in den Gemeinden
des Zeller Landes nicht nur dauerhaft unterstrichen, sondern auch
ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden. „Über 3000
Menschen sind über 150 Vereinen und Initiativen ehrenamtlich tätig
und leisten dabei über 600 000 unentgeltliche Stunden. Ohne diesen
Einsatz könnte unser Gemeinwesen gar nicht funktionieren“, sagte
Simon.
Nach einer Entscheidung des
Ausschusses „Jugend, Senioren und Ehrenamt“ ging der
Ehrenamtspreis in der Kategorie „Innovative/Nachahmenswerte
Projekte“ an den Förderverein des Freibades Alf.
Dank der Initiative des eigens im
Jahre 2002 gegründeten Fördervereines und dem persönlichen Einsatz
der Mitglieder konnte die Schließung des Freibades verhindert
werden. Mit Veranstaltungen und unzähligen Arbeitsstunden trug der
Verein schließlich zu einer spürbaren Entlastung der finanziell am
Boden liegenden Gemeinde bei. Jüngst legte der Verein ein
Betriebskonzept für das Freibad vor, welches letztlich im
kommenden Jahr sogar in die Überführung der Betriebsträgerschaft
auf den Förderverein münden soll. Voller Stolz nahm die erste
Vorsitzende Marion Stone die Urkunde mit einem dazugehörenden
Preisgeld von 400 Euro entgegen.
In der Kategorie „Stille Helfer“
wurden sechs Personen ausgezeichnet. Irene Storms Heib aus Altlay
kümmert sich seit 1988 um die Senioren ihrer Heimatgemeinde. Sie
organisiert Veranstaltungen und Ausflüge und trifft sich
regelmäßig mit den alten Menschen zu Gymnastikstunden und
Kaffeekränzchen. Darüber hinaus betreut und leitet sie seit 15
Jahren die Bücherei der Gemeinde.
Das Ehepaar Hermann und Renate
Werwie aus Mittelstrimmig sorgt seit über 20 Jahren für das
sportliche Wohlergehen der Bürger des Strimmiger Berges. Ohne
jegliches Entgelt opfern die beiden allwöchentlich eine Teil ihrer
Freizeit und trainieren die verschiedenen Turngruppen des
Sportvereins.
Gertrud Zimmer aus Grenderich
organisiert seit 20 Jahren die Monats-Treffen der 1985 gegründeten
Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe. Daneben richtet sie auch den
Fahrdienst für den betroffenen Personenkreis ein. Überdies
engagiert sich die Sozialschwester seit Jahren in der
Seniorenarbeit ihrer Heimatgemeinde.
Wolfgang Krämer aus St. Aldegund war
nicht nur jahrelang Wehrführer in der Moselgemeinde, er
investierte auch hunderte von Arbeitsstunden in den Erhalt und die
Verschönerung des Aussichtsplateaus „Heinrich-Raulwing-Platz“.
Daneben engagierte er sich intensiv bei der Nachwuchsarbeit in der
Freiwilligen Feuerwehr.
Arnold Gossler aus Liesenich gehörte
32 Jahre dem Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereines an. In all
den Jahren setzte er sich mit seiner ganzen Tatkraft für die
Ortsverschönerung ein. Viele neue Wanderwege, Rastplätze, Biotope
und ein Waldlehrpfad sind unter seiner Ägide entstanden.
Die Feierstunde wurde von
ansprechenden Darbietungen des Blockflöten-Ensembles der
Kreismusikschule Cochem-Zell umrahmt.
Hans Uhrmacher |