Rheinzeitung 17./18. Mai 2003

Sehr viel für das Allgemeinwohl geleistet

VG Zell vergab in Mittelstrimmig den Ehrenamtsförderpreis an engagierte Mitbürger – Auch Förderverein des Alfer Freibades wurde ausgezeichnet.

Der Förderverein für den Erhalt des Freibades Alf wurde für seinen engagierten Einsatz mit dem Ehrenamtsförderpreis der Verbandgemeinde Zell ausgezeichnet und ist stolz auf die Urkunde.  Fotos: Hans Uhrmacher

Im Rahmen einer Feierstunde wurden in der Bürgerhalle Mittelstrimmig ehrenamtlich tätige Bürger aus dem Zeller Land für ihr besonderes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit mit dem Ehrenamtsförderpreis der Verbandsgemeinde ausgezeichnet.

Mittelstrimmig: “Ehrenamtliches Engagement ist eine kostbare Ressource, die von Politik und Gesellschaft nicht hoch genug geschätzt werden kann und daher unser aller Anerkennung erfahren sollte“, betonte Bürgermeister Karl Heinz Simon zu Beginn seiner Festansprache. Er bezeichnete den ehrenamtlichen Einsatz, als eine Art „Kitt“ , der angesichts nachlassender Bindungskräfte in der Familie die Gesellschaft zusammen hält.

Im Jahr 2001 hat die Verbandsgemeinde Zell den Ehrenamtsförderpreis ins Leben gerufen. Mit dem Preis soll die Bedeutung des Ehrenamtes in den Gemeinden des Zeller Landes nicht nur dauerhaft unterstrichen, sondern auch ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden. „Über 3000 Menschen sind über 150 Vereinen und Initiativen ehrenamtlich tätig und leisten dabei über 600 000 unentgeltliche Stunden. Ohne diesen Einsatz könnte unser Gemeinwesen gar nicht funktionieren“, sagte Simon.

Nach einer Entscheidung des Ausschusses „Jugend, Senioren und Ehrenamt“ ging der Ehrenamtspreis in der Kategorie „Innovative/Nachahmenswerte Projekte“ an den Förderverein des Freibades Alf.

Dank der Initiative des eigens im Jahre 2002 gegründeten Fördervereines und dem persönlichen Einsatz der Mitglieder konnte die Schließung des Freibades verhindert werden. Mit Veranstaltungen und unzähligen Arbeitsstunden trug der Verein schließlich zu einer spürbaren Entlastung der finanziell am Boden liegenden Gemeinde bei. Jüngst legte der Verein ein Betriebskonzept für das Freibad vor, welches letztlich im kommenden Jahr sogar in die Überführung der Betriebsträgerschaft auf den Förderverein münden soll. Voller Stolz nahm die erste Vorsitzende Marion Stone die Urkunde mit einem dazugehörenden Preisgeld von 400 Euro entgegen.

In der Kategorie „Stille Helfer“ wurden sechs Personen ausgezeichnet. Irene Storms Heib aus Altlay kümmert sich seit 1988 um die Senioren ihrer Heimatgemeinde. Sie organisiert Veranstaltungen und Ausflüge und trifft sich regelmäßig mit den alten Menschen zu Gymnastikstunden und Kaffeekränzchen. Darüber hinaus betreut und leitet sie seit 15 Jahren die Bücherei der Gemeinde.     

Das Ehepaar Hermann und Renate Werwie aus Mittelstrimmig sorgt seit über 20 Jahren für das sportliche Wohlergehen der Bürger des Strimmiger Berges. Ohne jegliches Entgelt opfern die beiden allwöchentlich eine Teil ihrer Freizeit und trainieren die verschiedenen Turngruppen des Sportvereins.

Gertrud Zimmer aus Grenderich organisiert seit 20 Jahren die Monats-Treffen der 1985 gegründeten Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe. Daneben richtet sie auch den Fahrdienst für den betroffenen Personenkreis ein. Überdies engagiert sich die Sozialschwester seit Jahren in der Seniorenarbeit ihrer Heimatgemeinde.

Wolfgang Krämer aus St. Aldegund war nicht nur jahrelang Wehrführer in der Moselgemeinde, er investierte auch hunderte von Arbeitsstunden in den Erhalt und die Verschönerung des Aussichtsplateaus „Heinrich-Raulwing-Platz“. Daneben engagierte er sich intensiv bei der Nachwuchsarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr.

Arnold Gossler aus Liesenich gehörte 32 Jahre dem Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereines an. In all den Jahren setzte er sich mit seiner ganzen Tatkraft für die Ortsverschönerung ein. Viele neue Wanderwege, Rastplätze, Biotope und ein Waldlehrpfad sind unter seiner Ägide entstanden.

Die Feierstunde wurde von ansprechenden Darbietungen des Blockflöten-Ensembles der Kreismusikschule Cochem-Zell umrahmt.

Hans Uhrmacher

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