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ten für die Weiterführung und leistete bis heute
1800 Arbeitsstunden im Bad. Und nun soll eine
öffentlich-rechtlicheVereinbarung zwischen der
Verbandsgemeinde, der Gemeinde Alf und den anrainenden
Moselgemeinden die mittelfristige Zukunft des Bades sichern
helfen. Einstimmig beschloss der Verbandsgemeinderat, dass eine
Vereinbarung fixiert werden soll, der zu Folge die Betriebskosten
solidarisch aufgeteilt werden.
Vorlage
revidiert
Per Festbetrag hatten sich die
Verbandsgemeinde (13 300 Euro in 2003) und die Moselgemeinden
Bullay (3000 Euro), Zell (2100 Euro), St. Aldegund (2100 Euro),
Briedel (2100 Euro) und Pünderich (2100 Euro) zu je einem Drittel
an den zu erwartenden Betriebskosten beteiligen sollen. Alle
Kosten darüber hinaus trägt die Gemeinde Alf, die zunächst
Eigentümerin des Freibades bleiben wird. Doch kurz vor der
Ratssitzung musste Vorlage revidiert werden: Briedels Gemeinderat
scherte aus und ersagte die Unterstützung. Ortsbürgermeister
Norbert Schneiders gab den Tenor in „seinem“ Rat wieder: Es sei
die Frage aufgekommen, weshalb die Gemeinden, „die näher dran
liegen wie Reil, Kinderbeuern und Bremm“ nicht zur Kasse gebeten
würden. Für Hans Schwarz (FWG Zeller Land) schlicht ein
durchsichtiges Manöver: „ Ein reines Kirchturmdenken. Denn wie
soll man die Nachbar-Verbandsgemeinden ins Boot nehmen, die doch
selber ihre Bäder unterhalten müssen?“ Bürgermeister Karl Heinz
Simon appellierte an alle Verantwortlichen, dass dem Alfer Bad
„nicht der Todesstoß“ versetzt werde. Das arrasbad spiele im
Tourismus als Ausflugsziel eine wichtige Rolle und sei für die
Wirtschaftskraft der VG bei 450 000 Übernachtungen von hoher
Bedeutung. Simon sieht in der Übernahme der Betriebskosten ein
Einstieg in einen künftige Sanierung, für die ab 2007 Zuschüsse zu
erwarten sind. Die Komplettsanierung, zu der noch kein Konzept
ausgearbeitet ist, umfasse ein Volumen von rund 920 000 Euro. Der
Alfer Förderverein erarbeitete im Übrigen ein Konzept, mit dem er
als Betreiber einspringen könnte. In diesem Jahr will er durch
eigenes Aufsichtspersonal die Bademeister unterstützen und 2004
möglicherweise den Betrieb übernehmen. „Das ist ein Modellprojekt,
mit dem man die Kosten senken und das Bad erhalten könnte“, lobte
Bullays Ortsbürgermeister Matthias Müller. Insgesamt, so Müller
müssten die Moselgemeinden „vernetzt denken und arbeiten“, ähnlich
wie bei den Gemeinschaftsprojekten Calmont oder dem
eisenbahnhistorischen Wanderweg. Verschiedene Sprecher betonten,
dass von dem Ratsbeschluss ein Signal ausgehen müsse, durch den
die Gemeinden ermuntert würden dem Arrasbad den Rücken zu stärken.
Eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 4800 Euro wurde
beschlossen und die Verwaltung beauftragt, eine Vereinbarung auch
dann abzuschließen, wenn nicht alle im Vertragsentwurf genannten
Parteien mitzögen. Dabei bleibt der Kostenbeitrag für alle – außer
Alf – fix. CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Jullien regte an, mit
den umliegenden Gemeinden aus den Nachbar-VGs in Verhandlungen
einzutreten. Ob diese ihr Scherflein zum Arrasbad beitragen
werden, erscheint jedoch eher unwahrscheinlich.
Thomas Brost |