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Alfer Freibad bleibt vorerst
offen
Moselgemeinden
des Zeller Landes signalisierten Bereitschaft einer finanziellen
Beteiligung – Rat für Fortbestand. |
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Am Fortbestand des Freibades Alf ließen die
Ortsbürgermeister der Moselgemeinden des Zeller Landes im Rahmen
einer eigens einberufenen Besprechung mit dem Rat der Gemeinde Alf
keine Zweifel aufkommen. Über Möglichkeiten einer finanziellen
Beteiligung soll alsbald in den Gremien der betreffenden Gemeinden
entschieden werden.
Alf. Die mit rund
500 000 Euro verschuldete Gemeinde Alf sieht sich außer Stande,
die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten am Freibad „Arrastal“
in Höhe von 900 000 Euro aufzubringen. An dem 1981 in Betrieb
genommenen Freibad nagt der Zahn der Zeit. Die Technik entspricht
nicht mehr den heutigen Anforderungen. Becken- und Randfließen
zeigen Risse und müssen er- |
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Eine
Bürgerinitiative startete einen Aufruf zum Erhalt des Alfer
Freibades. Bis heute wurden über 1420 Unterschriften gesammelt,
die an Ortschefin Mechthilde Esser übergeben wurden. |
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neuert werden. Trotz jährlicher
Besucherzahlen von 20 000 Badegästen fallen pro Jahr Folgekosten
um die 25 000 Euro an. „Wir können die Kosten nicht mehr schultern
und bitten um ihre Mithilfe“ sagte Ortschefin Mechthilde Esser.
Nach einer Weile betretenes
Schweigens teilte Bürgermeister Karl Heinz Simon mit, dass seitens
der Verwaltung bereits im vergangenen Jahr Anträge auf eine
höchstmögliche Förderung gestellt wurden. Eine Entscheidung stehe
noch aus. „Sollten die beantragten Fördermittel bewilligt werden,
verbliebe nach Abzug aller maximalen Landes- und Kreiszuwendungen
immer noch ein Eigenanteil von 300 000 Euro“, so Simon.
Konkreter wurde da schon Bullays Ortsbürgermeister
Matthias Müller. Er legte einen 7-Punkte-Plan vor, der auf breite
Zustimmung stieß: |
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1. |
Die Gemeinde Alf zahlt als Anteil für den gebauten
Hochwasserschutz einen Betrag von 50 000 Euro an die
Verbandsgemeinde. |
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2. |
Die
Verbandsgemeinde Zell betreibt das Erlebnisbad und das Freibad Alf
im Rahmen einer GmbH mit dem vorhandenen Personal. |
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3. |
Die
Moselgemeinden übernehmen das Freibad entweder im Rahmen eines
Zweckverbandes oder einer GmbH. Diese Besitzgesellschaft nimmt
ein Darlehen zur Finanzierung des Freibades Alf auf. Die
Besitzgesellschaft vermietet das Freibad an die
Betreibergesellschaft, die Bäder GmbH der Verbandsgemeinde Zell.
Diese zahlt Mieten an die Besitzgesellschaft. Von diesen Mieten
werden Zins und Tilgung des Darlehens teilweise bestritten. Die
Restkosten werden durch Einnahmen des Fördervereins bzw. die
Beteiligten Gemeinden aufgebracht. |
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4. |
Es wird ein
gemeinnütziger Förderverein für das Freibad Arrastal gegründet.
Durch Beiträge und Spenden (steuerlich abzugsfähig) werden
jährlich Beträge zur Unterstützung des Freibades gesammelt. Die
Mitglieder erhalten Vorteile beim Besuch des Freibades. |
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5. |
Die Kosten der
Sanierung des Freibades werden auf das absolute Notwendige
gekürzt. |
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6. |
Das Freibad Alf
soll in diesem Jahr, falls irgend möglich, offen gehalten werden,
wobei insbesondere Einsparungen im Personalbereich vorzunehmen
sind. |
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7. |
Bis Ende des
Jahres 2002 soll geprüft werden, ob das vorstehende Konzept
politisch durchsetzbar und finanziell tragfähig ist. |
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Dieses Konzept sowie ein
Finanzierungsvorschlag sollen nun Grundlage für die Beratungen in
den einzelnen Ortsgremien sein. Nach dieser Berechnung kämen nach
einem Verteilerschlüssel auf Alf, Bullay und die Stadt Zell Kosten
von jährlich 2 900 Euro zu und auf die Gemeinden St. Aldegund,
Neef, Briedel und Pünderich je 1 450 Euro. „Mit der Zahlung eines
Anteils für den Hochwasserschutz wird ein positives Signal
gesetzt, Vielleicht gelingt es uns, auch die Hunsrückgemeinden mit
ins Boot zu holen“, erklärte Briedels Ortschef Norbert
Schneiders. „Mit diesen Zahlen lässt sich leben“, sagte Neefs
Ortsbürgermeister Winfried Scheid. „ Die Finanzierung für die
Nachbargemeinden hält sich in erträglichen Rahmen. Es liegt an
uns, für eine positive Stimmung in den Gemeinden zu sorgen“,
erklärte Helmut Gietz aus St. Aldegund.
Im Anschluss an die konstruktiv
verlaufende Gesprächsrunde fasste der Alfer Rat im proppenvollen
Pfarrheim den einstimmigen Beschluss, wonach die notwendigen
sicherheitstechnischen Sanierungen kurzfristig und preisgünstig
durchgeführt werden. Zudem wird die Ortsbürgermeisterin
beauftragt, die aufgenommen Gespräche mit den
Bürgermeisterkollegen sowie der Verwaltung wegen der Finanzierung
sowie der Betriebsträgerschaft fort zu setzen. In diesem
Zusammenhang signalisierte der Gemeinderat |
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auch
Gesprächsbereitschaft über die Mitfinanzierung der
Hoch-wasserschutzmaßnahme. Lautstarker Applaus der Besucher
machten sich nach den Entscheidungen breit. Spontan arrangierten
die Bürger eine Sammlung zur Erhaltung ihres Freibades, die ein
Ergebnis von |
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Verhaltener Optimismus bei den Ortsbürgermeistern
Helmut Gietz, Raimund Schmittt, Matthias Müller, Norbert
Schneiders, Winfried Scheid, Jürgen Bamberg (hinten v. links),
Mechthilde Esser und VG-Chef Karl Heinz Simon. Fotos: Hans
Uhrmacher |
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444 Euro
erbrachte.
Hans Uhrmacher |
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