Presseartikel aus dem Jahr 2005:

     Leserbrief von Montag, den 05.12.2005

Sehr geehrte Damen und Herren vom Förderverein Freibad Alf,

ich habe am Samstag ihren Artikel in der Rheinzeitung zum Thema „Alfer Freibad

vor dem Aus ?“ gelesen und möchte ihnen dazu die folgenden Gedanken mitteilen:

Ich bin erstaunt darüber, das meiner Meinung nach eines der schönsten Bäder an der ge- samten Mosel geschlossen werden soll.

Und wenn ich die Empörung meiner Tochter höre, die sich im Sommer immer mit ihren Freundinnen im Alfer Schwimmbad trifft, dann hat dieses Schwimmbad doch wirklich

etwas besonderes. Denn sie wollen alle immer nach Alf, seltsamerweise sonst nirgens hin.

Und selbst ich, der allerdings ihr Freibad nur selten besuchen kann, habe mich dort immer

wohl gefühlt und die besondere, nette Atmosphäre genossen.

 

Es scheint wieder mal so zu sein, wie mit so vielen Dingen im Leben: Zunächst wird eine Lösung gefunden (Modellprojekt ?), aber das eigentliche Ziel wird nicht weiter verfolgt.

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist es doch aufgrund des technischen Zustandes des

Bades immer schwieriger und teurer, die Betriebsbereitschaft aufrecht zu erhalten.

Ich frage mich, warum wird das Bad denn nicht saniert, damit es weiter betrieben werden

kann ? Ist die Gemeinde Alf und die umliegenden Gemeinden denn nicht in der Lage, einen vernünftigen Finanzierungsplan aufzustellen und uns allen dieses Bad zu erhalten ?

Da sieht es ja wirklich so aus, als ob die Gemeinde Alf kein Interesse hat, dieses Bad zu erhalten. Dieser Eindruck entsteht bei mir. Na denn vielen Dank für dieses Armutszeugnis.

Jahr für Jahr werden Millionen Steuergelder in unnütze Projekte investiert und da, wo es lohnenswert wäre (gerade wegen dem Modellprojekt..!!) und auch die Argumente dafür sprechen, da passiert nix. Das ist für mich und sicherlich für viele andere unverständlich

und da bleibt mir nur ein Kopfschütteln übrig.

Die Gemeindeverwaltung Alf scheint sich nicht bewusst zu sein, das sie hier wirklich ein Aushängeschild für ihre Gemeinde hat, auf das sie stolz sein kann, auch dank einer Hand

von Individualisten, die dieses Bad offenbar nicht nur mit ihrer Hände Arbeit betreiben,

sondern auch mit dem Herz dabei sind.

Ich kann ihre Resignation verstehen, wenn die Motivation zum „Weitermachen“ fehlt, aber

ich möchte sie auch dazu ermutigen, dieses Projekt nicht aufzugeben, machen sie bitte weiter und gehen sie weiter in die Öffentlichkeit, denn nur das scheint zu bewirken, das sich etwas ändert. Nur das ist der richtige Weg !! LASSEN SIE SICH NICHT ENTMUTIGEN !!

Was die Motivation der Mitglieder im Förderverein angeht, da ist es sicherlich so, das dies heute gang und gebe ist, das es immer Individualisten geben muß, die einen Verein am Leben erhalten. Das kenne ich nur zu gut. Meinen Respekt und Dank für ihre Arbeit ist ihnen allen sicher, denn wenn sie nicht mit ihrer bisherigen Arbeit und Einsatz dazu beigetragen hätten,

das Alfer Freibad zu erhalten, dann wäre jetzt sicherlich eine hübsche Bauruine am Fuße der Burg Arras.

 

Ich für meine Person kann sagen, das mich der Artikel in der Rheinzeitung wachgerüttelt hat und ich werde mich ganz sicher im Frühjahr zur Verfügung stellen und meine Hilfe anbieten, damit meine Kinder weiter im Freibad Alf schwimmen können.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Fam. Müller

 

Anmerkung Webmaster: Text wurde vom Originalbrief 1:1 übernommen

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