|
Sehr geehrte Damen und Herren vom Förderverein
Freibad Alf,
ich habe am Samstag
ihren Artikel in der Rheinzeitung zum Thema „Alfer Freibad
vor dem Aus ?“ gelesen und möchte ihnen dazu die
folgenden Gedanken mitteilen:
Ich bin erstaunt
darüber, das meiner Meinung nach eines der schönsten Bäder an der
ge- samten Mosel geschlossen werden soll.
Und wenn ich die
Empörung meiner Tochter höre, die sich im Sommer immer mit ihren
Freundinnen im Alfer Schwimmbad trifft, dann hat dieses Schwimmbad
doch wirklich
etwas besonderes. Denn
sie wollen alle immer nach Alf, seltsamerweise sonst nirgens hin.
Und selbst ich, der
allerdings ihr Freibad nur selten besuchen kann, habe mich dort
immer
wohl gefühlt und die
besondere, nette Atmosphäre genossen.
Es scheint wieder mal
so zu sein, wie mit so vielen Dingen im Leben: Zunächst wird eine
Lösung gefunden (Modellprojekt ?), aber das eigentliche Ziel wird
nicht weiter verfolgt.
Wenn ich das richtig
verstehe, dann ist es doch aufgrund des technischen Zustandes des
Bades immer schwieriger
und teurer, die Betriebsbereitschaft aufrecht zu erhalten.
Ich frage mich, warum
wird das Bad denn nicht saniert, damit es weiter betrieben werden
kann ? Ist die Gemeinde
Alf und die umliegenden Gemeinden denn nicht in der Lage, einen
vernünftigen Finanzierungsplan aufzustellen und uns allen dieses
Bad zu erhalten ?
Da sieht es ja wirklich
so aus, als ob die Gemeinde Alf kein Interesse hat, dieses Bad zu
erhalten. Dieser Eindruck entsteht bei mir. Na denn vielen Dank
für dieses Armutszeugnis.
Jahr für Jahr werden
Millionen Steuergelder in unnütze Projekte investiert und da, wo
es lohnenswert wäre (gerade wegen dem Modellprojekt..!!) und auch
die Argumente dafür sprechen, da passiert nix. Das ist für mich
und sicherlich für viele andere unverständlich
und da bleibt mir nur ein Kopfschütteln übrig.
Die Gemeindeverwaltung
Alf scheint sich nicht bewusst zu sein, das sie hier wirklich ein
Aushängeschild für ihre Gemeinde hat, auf das sie stolz sein kann,
auch dank einer Hand
von Individualisten,
die dieses Bad offenbar nicht nur mit ihrer Hände Arbeit
betreiben,
sondern auch mit dem Herz dabei sind.
Ich kann ihre
Resignation verstehen, wenn die Motivation zum „Weitermachen“
fehlt, aber
ich möchte sie auch dazu ermutigen, dieses Projekt
nicht aufzugeben, machen sie bitte weiter und gehen sie weiter in
die Öffentlichkeit, denn nur das scheint zu bewirken, das
sich etwas ändert. Nur das ist der richtige Weg !! LASSEN
SIE SICH NICHT ENTMUTIGEN !!
Was die Motivation der
Mitglieder im Förderverein angeht, da ist es sicherlich so, das
dies heute gang und gebe ist, das es immer Individualisten geben
muß, die einen Verein am Leben erhalten. Das kenne ich nur zu gut.
Meinen Respekt und Dank für ihre Arbeit ist ihnen allen sicher,
denn wenn sie nicht mit ihrer bisherigen Arbeit und Einsatz dazu
beigetragen hätten,
das Alfer Freibad zu
erhalten, dann wäre jetzt sicherlich eine hübsche Bauruine am Fuße
der Burg Arras.
Ich für meine Person kann sagen, das mich der
Artikel in der Rheinzeitung wachgerüttelt hat und ich werde mich
ganz sicher im Frühjahr zur Verfügung stellen und meine Hilfe
anbieten, damit meine Kinder weiter im Freibad Alf schwimmen
können.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Fam. Müller |